Hans Niederführ

19.7.1902 – 1987

Schauspiellehrer, Lehrender für Theaterwissenschaft, 1938-1945 und 1954-1959 Leiter des Max Reinhardt Seminars, 1957-1964 Künstlerischer Leiter des Theaters der Jugend

Niederführ war ehemals Schauspiel- und Regieschüler, und gungierte als Sekretär und seit 1937 als stellvertretender Direktors am Max Reinhardt Seminar und erklärte sich unmittelbar nach dem "Anschluss" zum provisorischen Leiter des Seminars (er war seit 1933 Mitglied der NSDAP). In einem Schreiben an das Unterrichtsministerium sicherte er zu, für die systematische "Arisierung" des Seminars zu sorgen. Er entließ zwölf Lehrkräfte meist jüdischer Herkunft.

Nach der Eingliederung des Seminars in die Staatsakademie (die spätere Reichshochschule für Musik) wurde Niederführ am 20. September 1938 fix zum hauptamtlichen Leiter bestellt. Nach 1945 erhielt er zunächst Hausverbot, wurde aber ab 1951 als Assistent und von 1954 bis 1959 erneut als Leiter beschäftigt.

Er war verheiratet mit der Bildhauerin Ilse Pompe-Niederführ (1904–1986).

Werke (Auswahl)

  • Akademie für Musik und Darstellende Kunst Wien: 100 Jahre Wiener Schauspielschule (1953)
  • Alt-Wiener Theater. (1942)
  • Germanias Paladine. Ein deutsches Bühnenspiel (1926)

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Zuletzt aktualisiert am 31.03.2025 - 09:07